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Towers of Silence in Yazd (Iran)

Ich reise gern. Sehr gern sogar. Das Problem ist nur: Ich kann mir nicht alles merken. Und irgendwann musste ich feststellen, dass mein Gedächtnis offenbar seine eigene Vorstellung davon hat, welche Informationen wichtig sind. Dass wir irgendwo ein fantastisches Essen hatten? Weiß ich noch. Dass wir dafür fast eine Stunde durch irgendeine völlig unbekannte Stadt gelaufen sind? Auch noch. Wie das Restaurant hieß? Tja. Irgendwann waren die Erinnerungen an frühere Reisen jedenfalls nur noch in kleinen Fragmenten vorhanden. Ein paar Bilder, ein paar Orte, ein paar Geschichten – und dazwischen jede Menge »Wo war das noch mal?«. Mit zunehmendem Alter wird das bekanntlich nicht besser. Also habe ich beschlossen, meinem Gedächtnis etwas Arbeit abzunehmen. Seitdem schreibe ich auf unseren Reisen Tagebuch. Nicht unbedingt jeden Tag und schon gar nicht in der Hoffnung, irgendwann einen Literaturpreis dafür zu bekommen. Sondern einfach deshalb, weil ich später noch wissen möchte, was wir erlebt haben. Und wenn dabei nebenbei noch die eine oder andere Geschichte entsteht, die man anderen erzählen kann – umso besser. Irgendwann kam dann der nächste Gedanke: Ich selbst lese unglaublich gern Reiseberichte. Ich stöbere in Foren, auf Reiseblogs und Webseiten herum, suche Inspiration für die nächste Reise und schaue mir an, was andere unterwegs erlebt haben. Warum also nicht die eigenen Erlebnisse ebenfalls teilen? Und so ist dieser Reiseblog entstanden. Hier findet ihr unsere Reisen, Erlebnisse, Umwege, Entdeckungen und natürlich jede Menge Fotos. Manches war von Anfang an so geplant. Anderes ist einfach passiert. Und genau das macht das Reisen für mich aus. Denn die besten Geschichten entstehen schließlich selten dann, wenn alles exakt nach Plan läuft. Viel Spaß beim Lesen und Mitreisen!

Reisen. Entdecken. Erinnern.
 

Aktuelles.

Unterwegs in Griechenland – Tag für Tag.

Und wieder Sonne, Meer und Ouzo.

Meteora
Bereits im Winter war für uns eigentlich alles klar: Im Herbst müssen wir wieder an die Ägäis. Uns fehlten die salzige Luft, das griechische Lebensgefühl – und natürlich der Duft von frisch gegrillten Sardinen, der zuverlässig dafür sorgt, dass sämtliche guten Vorsätze innerhalb weniger Sekunden das Weite suchen. Also: Warum lange überlegen? Griechenland ruft – und wir folgen. Schließlich ist ein kleiner Abstecher nach Griechenland eine durchaus vernünftige Entscheidung, wenn man eigentlich ganz woanders sein will.

Geschichten von unterwegs.

Reiseberichte schreibe ich , weil ich meine Erlebnisse nicht einfach nach der Rückkehr zu den Akten legen möchte. Denn irgendwann habe ich festgestellt, dass selbst die schönsten Erinnerungen mit der Zeit verblassen. Man erinnert sich noch an den Ort, an das große Ganze – aber die kleinen Geschichten verschwinden langsam aus dem Gedächtnis. Und genau die sind es oft, die eine Reise besonders machen. Ein Foto kann festhalten, wie ein Ort aussah. Ein Reisebericht kann dagegen erzählen, wie es sich angefühlt hat, dort zu sein. Deshalb schreibe ich nicht nur über Sehenswürdigkeiten und schöne Landschaften. Mich interessieren die kleinen und manchmal völlig ungeplanten Momente: ein überraschend gutes Essen, ein seltsames Hotel, eine Begegnung mit Menschen, eine falsche Abzweigung oder eine Situation, bei der man zunächst denkt: „Das kann doch jetzt nicht wahr sein!“ – und über die man später herzlich lacht. Beim Schreiben reise ich außerdem ein zweites Mal. Ich sehe die Fotos wieder, erinnere mich an längst vergessene Situationen und entdecke manchmal sogar Dinge, die ich während der Reise gar nicht bewusst wahrgenommen habe. Ich möchte mit meinen Reiseberichten deshalb keine perfekten Urlaubsprospekte schreiben. Wenn etwas großartig war, erzähle ich davon. Wenn etwas enttäuschend war, ebenfalls. Und wenn unterwegs etwas schiefgeht, gehört auch das zur Geschichte. Denn für mich sind es nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise ausmachen. Es sind die Geschichten, die man später noch erzählen möchte.

Kamera

Schon seit vielen Jahren gehört die Kamera auf meinen Reisen ganz selbstverständlich mit ins Gepäck. Nicht etwa, weil jeder Sonnenuntergang für die Ewigkeit festgehalten werden muss – obwohl ich zugeben muss, dass sich davon inzwischen eine ziemlich beachtliche Sammlung angesammelt hat. Vielmehr sind Fotos für mich eine Art Gedächtnisstütze. An eine beeindruckende Landschaft, eine interessante Stadt oder einen ganz besonderen Moment erinnere ich mich vielleicht noch ziemlich gut. Doch viele der kleinen Dinge, die eine Reise erst richtig lebendig machen, verschwinden mit der Zeit irgendwo in den Tiefen des Gedächtnisses. Genau diese Kleinigkeiten möchte ich mit meinen Bildern bewahren. Den Sonnenuntergang, bei dem sofort klar war: Den muss ich fotografieren! Das Essen, bei dem ich zunächst nicht die geringste Ahnung hatte, was da eigentlich auf meinem Teller liegt. Eine Straße, die plötzlich viel schöner aussieht als erwartet. Einen besonderen Ort, an dem ich einfach stehen geblieben bin. Und natürlich auch jene Momente, in denen wir irgendwo herumgelaufen sind und uns ziemlich sicher waren, dass wir gerade ganz bestimmt nicht in die richtige Richtung unterwegs sind. Schaue ich mir solche Bilder Jahre später wieder an, passiert etwas Interessantes: Plötzlich sehe ich nicht mehr nur ein Foto. Vor meinem inneren Auge taucht die ganze Situation wieder auf. Wo wir damals waren, was wir unternommen haben und wie das Wetter war. Manchmal fällt mir sogar wieder ein, was an diesem Tag auf den Tisch kam oder worüber wir herzlich gelacht haben. Ein einziges Bild kann reichen, um eine längst verblasste Erinnerung wieder zum Leben zu erwecken. Deshalb sind meine Reisebilder für mich viel mehr als eine Sammlung schöner Motive. Sie sind mein ganz persönliches Erinnerungsalbum – voller Entdeckungen, Erlebnisse, kleiner Überraschungen und gelegentlicher Irrwege. Sie erzählen davon, was wir gesehen und erlebt haben, was uns begeistert hat und was wir unterwegs manchmal auch überstehen mussten.

Aufnehmen eines Videos

Auf meinen Reisen filme ich nicht, weil ich unbedingt jeden Moment dokumentieren muss. Ich filme, weil ich weiß, dass vieles von dem, was ich unterwegs erlebe, irgendwann verblasst. Und ein Video schafft es erstaunlich gut, diese Erinnerungen wieder zum Leben zu erwecken. Ein Foto zeigt mir, wie schön ein Sonnenuntergang war. Ein Video erinnert mich daran, wie der Wind damals gepfiffen hat, wie die Wellen rauschten oder wie laut es auf diesem kleinen Markt eigentlich war. Und manchmal hält die Kamera auch Dinge fest, die man im Moment gar nicht so wichtig findet – die Geräusche einer Straße, Menschen, die vorbeilaufen, ein Bus, der sich lautstark durch eine enge Gasse quält oder Heidi, die irgendwo im Hintergrund schon wieder etwas entdeckt hat. Und natürlich filme ich auch die weniger perfekten Momente. Den Gegenwind, der die Frisur endgültig ruiniert. Das Essen, das auf dem Teller wesentlich besser aussah als es geschmeckt hat. Oder diesen Trail, bei dem ich mich irgendwann gefragt habe, welcher Mensch eigentlich auf die Idee gekommen ist, dass das ein schöner Wanderweg sein soll – und warum ich ihm gefolgt bin. Genau das macht für mich den Reiz von Reisevideos aus. Sie zeigen nicht nur, wo ich war, sondern auch ein Stück davon, wie es sich angefühlt hat. Und wenn ich mir Jahre später einen Film ansehe, bin ich plötzlich wieder an diesem Ort. Ich höre die Geräusche, sehe die Landschaft, erinnere mich an Situationen und bekomme dieses ganz bestimmte Gefühl von damals zurück.

Im Laufe der Jahre sind so einige Reisekilometer zusammengekommen. Fremde Städte wurden durchstreift, unbekannte Gassen erkundet und Gerichte probiert, deren Namen vorher kaum auszusprechen waren. Dabei habe ich Länder kennengelernt, die mich restlos begeistert haben. Andere wiederum waren ganz nett, müssen aber nicht unbedingt noch einmal auf meiner persönlichen Wunschliste auftauchen. Man muss schließlich nicht alles zweimal machen! Irgendwann kam mir die Frage in den Sinn: Wenn mich jemand danach fragen würde, welches Land mir von allen bisher besuchten am besten gefallen hat – was würde ich eigentlich antworten? Und welche Städte haben es geschafft, dass ich am liebsten sofort wieder die Koffer packen würde? Tja, so einfach ist das gar nicht! Zwischen einem Land, das einen völlig umhaut, einer Stadt, in die man sich auf Anhieb verliebt, und einem Ort, an dem man einfach eine verdammt gute Zeit hatte, liegen manchmal Welten. Außerdem spielt die eigene Tagesform eine nicht zu unterschätzende Rolle. Was gestern noch als Traumziel durchging, kann bei strömendem Regen, geschlossenen Sehenswürdigkeiten und lauwarmem Kaffee plötzlich einiges von seinem Glanz verlieren. Also habe ich mich daran gemacht, meine ganz persönlichen Top 20 zusammenzustellen. Dabei handelt es sich weder um offizielle Weltranglisten noch um wissenschaftliche Auswertungen – und schon gar nicht um die Empfehlungen eines selbst ernannten Reisegurus. Es ist schlicht und einfach meine persönliche Hitparade. Darin finden sich all die Orte, die mich begeistert, überrascht, berührt oder nachhaltig beeindruckt haben. Jeder einzelne hat seine eigene Geschichte, und manche davon werde ich wohl nie vergessen. Wer jetzt wissen möchte, warum ausgerechnet dieses Land ganz oben steht oder jene Stadt einen Platz auf dem Siegertreppchen ergattert hat, darf natürlich gern weiterlesen. Die Gründe verrate ich euch. Meistens jedenfalls. Schließlich soll ein bisschen Spannung auch beim Reisen erlaubt sein!

Streetfood

Jedes Land hat seine eigene Küche, besondere Spezialitäten und ganz eigene Essgewohnheiten. Ob exotische Gerichte in Asien, mediterrane Köstlichkeiten in Europa oder überraschende Geschmackserlebnisse in anderen Teilen der Welt – Essen erzählt immer auch etwas über die Menschen, ihre Kultur und ihre Geschichte. Ich nehme euch mit auf eine kulinarische Reise durch die Länder, berichte von typischen Gerichten, spannenden Märkten, und unseren persönlichen Geschmackserlebnissen. Dabei verraten ich, was mich begeistert, was überrascht und was man unbedingt probieren sollte. Denn die Welt entdeckt man nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Gaumen!

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